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AMV                DIE Modelleisenbahn

Johnstraße

Stellwerk Ernwald

allgemeine Daten

Type: Siemens Z. Nr. 42733

Hersteller: Siemens Wien

Baujahr: 1936

Einsatzort bei der BBÖ / ÖBB: Reiterstellwerk Meidling, 1. Schuß

Dieses Originalschalterwerk 42733, eine Weiterentwicklung der Type Siemens 1912 oder VES 1912, ist die elektromechanische Ablösung der davor verwendeten mechanischen Stellwerke. Es wurde auch Kraftstellwerk genannt, da im Vergleich zu den mechanischen Stellwerken eine technische Kraft (elektrischer Strom, Elektromotore, selten auch Pneumatik) die Betätigung der Weichen und Signale vornahm.

Diese Stellwerksart wurde bei der BBÖ nur mit Lichtsignalen alter österreichischer Bauart eingesetzt, bei der ÖBB war die Verbindung mit motorbetriebenen Formsignalen selten, in Deutschland aber oft anzutreffen. Da aber Formsignale besser zu unserem Anlagenkonzept passen und die Signalzustände besser zu erkennen sind, haben wir uns für die Kombination mit Formsignalen entschlossen.

Unser Stellwerk, bei der ÖBB im Bahnhof Meidling eingesetzt, wurde aufgearbeitet, dabei mechanisch verkleinert und für den Modelleisenbahnbetrieb adaptiert. Diese umfangreiche und langwierige Arbeit wurde hier im Club von Herrn Ing. Peter Wegenstein und unserem leider verstorbenen Kollegen Roland Rastl durchgeführt.

Das Stellwerk ist sicherungstechnisch an die Nachbarbahnhöfe angebunden. Diese Anbindung ist ähnlich der Streckenblockung ZG62 aufgebaut. Die Bedienung erfolgt möglichst dem Original entsprechend. Signalstellung und Verriegelungen werden von Schienenkontakten aufgelöst.

Beschreibung des Bedienablaufes:

  1. mit den Weichenschaltern (schwarze Kappe) wird die Weichenstraße eingestellt
  2. mit den Fahrstraßenschaltern (grüne Kappe) wird die Fahrstraße (Einfahrt oder Ausfahrt) festgelegt.   Die Fahrstraßenschalter lassen sich nur bei richtiger Weichenstellung betätigen (mechanische Verriegelung)
  3. mit den Fahrstraßensignalschaltern (rote Kappe) werden die Fahrstraßen verriegelt und die Signale gestellt. Die dafür nötigen Voraussetzungen wie korrekte Richtung, Weichen in Endlage usw. müssen erfüllt sein.
  4. die Auflösung der Fahrstraße erfolgt nach Ein-/Ausfahrt des Zuges (Gleiskontakte) in umgekehrter Reihenfolge
  5. die Verschubsignale (blaue Kappe) sind im Sicherungssystem teilweise eingebunden

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